Steuerliche Anerkennung von GSVG-Beiträgen

Neu ab 2016: Freiwillige Erhöhung der voraussichtlichen Beitragsgrundlage kann helfen, Nachzahlungen abzuwenden.

Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie im laufenden Jahr (z.B. 2016) mehr verdienen werden als im drittvorangegangenen Jahr, können Sie ab 1.1.2016 Ihr vorläufige Beitragsgrundlage bis maximal zur Höchstbeitragsgrundlage erhöhen.

Vorauszahlung von GSVG-Beiträgen für das laufende Jahr

Noch für 2015: So schaffen Sie sich steuerliche Vorteile.

Laut GSVG können Sie Vorauszahlungen (z.B. für noch nicht vorgeschriebene Nachzahlungen) auf das Beitragskonto einzahlen.

Sollen die Vorauszahlungen von der Steuer als Betriebsausgabe anerkannt werden, sollte der Betrag auf einer sorgfältigen Schätzung oder einer Rückstellungsberechnung Ihres Steuerberaters basieren, denn willkürliche Zahlungen, für die keine vernünftigen wirtschaftlichen Gründe vorliegen, werden nicht bzw. nicht schon zum Zahlungszeitpunkt als Betriebsausgabe anerkannt.

Versicherungsmeldung bei Neuen Selbständigen

Neu ab 2016: Flexiblere Regeln zur Pflichtversicherung

Eine Pflichtversicherung als so genannter Neuer Selbständiger tritt nur ein, wenn die Einkünfte die Versicherungsfreigrenze (2016: € 4.988,64) überschreiten. Die „große“ Versicherungsgrenze wird mit 31.12.2015 aufgehoben.

Die Meldepflicht wird ab 2016 etwas entschärft. Wer mehr als die Versicherungsfreigrenze verdient und den 9,3 %igen Beitragszuschlag vermeiden will, muss der SVA innerhalb von 8 Wochen ab Ausstellung des maßgeblichen Einkommensteuerbescheides Meldung machen. Achtung: die Frist von 8 Wochen beginnt mit Ausstellung des Bescheides zu laufen – und nicht erst ab der Zustellung des Bescheides.